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Das war die 5. Österreichische Jugendkonferenz

Von 05. bis 07. Juni nahmen rund 60 junge Menschen aus ganz Österreich und Südtirol an der 5. Österreichischen Jugendkonferenz teil und arbeiteten an der Umsetzung des Youth Goals #3 “Inklusive Gesellschaft”.

Der EU-Jugenddialog ist ein EU-weiter Prozess, der jungen Menschen Beteiligung auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene ermöglicht und sich mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen beschäftigt. In den letzten 12 Monaten haben sich rund 600 junge Menschen aus Österreich auf Basis der Youth Goals #3 an der Entwicklung von Empfehlungen und Ideen für ein inklusives Europa beteiligt. Neben der Konferenz und regionalen Dialogen in Niederösterreich gab es in der 10. Beteiligungsrunde auch eine österreichweite Jugendbefragung.

Politik gemeinsam mit und nicht über junge Menschen gestalten

Politik darf nicht über die Köpfe von Kindern und Jugendlichen hinweg entschieden werden, das gilt von der Gemeinde bis zur EU-Ebene. Deshalb veranstaltet wir jährlich die Österreichische Jugendkonferenz, damit junge Menschen ihre Anliegen direkt an die Politiker*innen in einem Dialog auf Augenhöhe richten können.

Rund 60 junge Menschen im Alter von 15 bis 30 Jahren aus ganz Österreich und Südtirol traten im Rahmen der Konferenz in den Dialog mit den Jugendlandesrät*innen. Sie diskutierten Maßnahmen zur Umsetzung der Youth Goals und Möglichkeiten für eine stärkere Beteiligung von Jugendlichen in der Politik. Der Austausch war ein gemeinsamer Programmpunkt der Jugendkonferenz und der Konferenz der Jugendlandesrät*innen. Anwesend waren die Landesrät*innen Simone Schmiedtbauer (Steiermark), Wolfgang Hattmannsdorfer (Oberösterreich), Sara Schaar (Kärnten) und Astrid Mair (Tirol). Darüber hinaus konnten sich die jungen Teilnehmer*innen mit Vertreter*innen der Verwaltung des Bundeskanzleramts, aller Bundesländer und Südtirols austauschen und vernetzen.

Diverse Lebensrealitäten junger Menschen

Bei der Jugendkonferenz haben sich junge Menschen mit dem Thema Inklusion in verschiedenen Lebensbereichen auseinandergesetzt. Dazu gehören formale Bildung, Wohnen, Zugang zur Arbeit, Freizeit, psychische Gesundheit, Rahmenbedingungen der Arbeit, physische Gesundheit und non-formale Bildung. In diesen Bereichen haben die Teilnehmer*innen Empfehlungen erarbeitet und gemeinsam diskutiert. Bei der Erarbeitung der Empfehlungen wurde auch auf die diversen Lebensrealitäten von jungen Menschen geachtet, wie das Leben mit Behinderungen, sexuelle Orientierungen, soziale Herkunft, Leben im ländlichen Raum, Geschlecht, sowie Herkunft, Nationalität, ethnische Herkunft und Religion.

„Junge Menschen wollen ihre Lebenswelt aktiv mitgestalten und es gibt in vielen Lebensbereichen noch Barrieren, die abgebaut werden müssen. Das hat auch die Jugendkonferenz gezeigt. Dabei appellieren wir an die Politik, dass unsere Forderungen nicht nur am Papier bleiben, sondern von der Politik auch gehört werden“, betonte BJV-Vorsitzende Sabrina Prochaska.

Die rund 50 Empfehlungen der Teilnehmenden reichen dabei von mehr Angeboten in einfacher Sprache und kostenlosen Freizeitaktivitäten bis hin zu strengeren Maßnahmen für Unternehmen, die Arbeitsplätze für junge Menschen mit Behinderung nicht besetzen, sowie der Erhöhung der Ausgleichstaxe. Zudem wird ein Verbot unbezahlter Praktika gefordert, um faire Berufserfahrungen zu ermöglichen.

Die 5. Österreichische Jugendkonferenz wurde von der Koordinierungsstelle EU-Jugenddialog in der Bundesjugendvertretung, gemeinsam mit den Landesjugendreferaten, allen voran dem Landesjugendreferat Steiermark, und dem Bundeskanzleramt organisiert. Die Konferenz wurde von der Europäischen Union kofinanziert.